K-ICT & Ventures

Chronologie: Von ICT Startups zum Unternehmer

Meinen ersten Exit hatte ich mit businessapartment.ch

Bevor es AirB&B, Housetrip, 9Flats & co.  gab, habe ich begonnen, für Geschäftsleute möblierte high end Apartments über eine Internetplattform zu vermieten. Nach knapp 2 Jahren Betrieb habe ich 2009 mein erstes Startup mit sehr sattem Gewinn verkauft.

 

Darauf folgte 2010/11: HOOME.ch 

logo_hoome-claim2

Ziel war (und ist) es, den Prozess für Mietwohnungs-Suchende zu vereinfachen mit einem Matching (Die Wohnung findet Dich) sowie einem online Bewerbungsformular mit einer one-click-Bewerbung und integrierter Betreibungsauskunft, etc. Trotz über 10’000 registrierter Nutzer (Zürich) und fünfstelligen Umsätzen gelang der Sprung nie, professionelle Bewirtschafter für die Lösung zu gewinnen. #Proptech war damals noch ein Fremdwort und die Branche im digitalen Schlafzustand.

Zudem scheiterte HOOME daran, dass es nicht social und mobile ausgerichtet war (wäre damals 2011 erkennbar gewesen) und Venture Capital damals spärlich verfügbar war. (Dazu mehr weiter unten).

Mit HOOME und meiner Scheidung habe ich mein Vermögen aus businessapartment.ch und meinen Boni bei den Banken wieder vernichtet.

Durch die Branchen-Kontakte und weiteren Ideen entstand REALMATCH360.com das ich gegründet habe.

Wir wissen, wer wo wohnen will
RM360 ist ein #Bigdata Unternehmen und aggregiert die Nachfragedaten aller führenden Immobilienportale der Schweiz. In nur 11 Monaten wurde RM360 unter meiner Leitung im Lean Startup Modell mit signifikantem Venture Capital und einem 12köpfigen Team realisiert. Bis zu meinem Teil-Exit haben wir über 60 namhafte B2B Kunden gewonnen und rund 300’000 CHF Umsatz erzielt. Raiffeisen & Wüst & Partner haben 2016 erstmals Immobilien-Nachfragedaten von RM360 publiziert. Seit da sind diese fester Bestandteil jeder Markanalyse. Mit RM360 ist mir ein ICT Startup gelungen, das RELEVANZ hat. …und wohl eines der ersten/einzigen Bigdata Startups bis heute mit echtem Nutzen, bezahlenden (B2B) Kunden und einem Break even.

logo_realmatch_4c_RZ

 

Social Branding
Picstars.net  stammt aus Altstätten SG, der Gemeinde wo ich aufgewachsen bin und auch das Betonwerk steht. (siehe K-Beton). Picstars ist eine native App welche es „Stars“ ermöglicht, Selfies mit ihren eigenen/Sponsoren-Logo auf SocialMedia zu posten. …und es ist der kühne Versuch, neue Werbemittel direkt in den Social-Media Content (Bilder) zu bringen anstatt aussen herum im Text und mit #Hashtags zu posten. In diesem Bereich wird ein ganz neues Sponsoring-Eco-System entstehen. Ich habe das Konzept für dieses Startup 2014 entwickelt und das Unternehmen als Co-Founder/VR in der Startphase unterstützt. Heute halte ich einen golden share.

Picstars hat im November 2014 den SICTIC Award gewonnen und war 2017 in den top 10 Startups von VentureLab mit einem Exposure ins Silicon Valley. Die Series A wurde 2017 unter dem Lead von TA Media & ZKB mit 2,2 Mio durchgeführt.

Picstars Logo

Ab 1.1.2015

Mit zunehmend kritischem Blick verfolge ich die Entwicklung im startup Bereich. Immer mehr Kapital, immer mehr Events & Gründerpreise, gierige VCs auf der jagt nach schnellen Renditen und unausgereifte Businessmodelle soweit das Auge reicht. Wir werden sehen, wohin die Reise geht. Ich kann Startups, die nach Jahren immer noch keine bezahlenden Kunden haben, einfach nicht mehr ernst nehmen. Vom Ruhm auf Startup Bühnen zu stehen kann niemand Löhne bezahlen.

Viele startups werden von large corporates auch einfach als Marketinginstrument (Accelerators) missbraucht ohne es zu merken. Finanzierungsrunden werden feierlich begossen – dabei bedeutet es jedes Mal eine noch grössere Verwässerung und noch mehr Risiko. Bei den VC’s spricht niemand vom Scheitern – aber 90% der Startups scheitern und die Gründer landen beim Rechtsanwalt. Noch nie habe ich gesehen, dass ein Investor sein Geld einfach abschreibt – oftmals werden mit Verantwortlichkeitsklagen noch die letzten Reserven der Gründer abgeräumt bevor der Konkurs oder Liquidation besiegelt und die Position ausgebucht wird.

Ich für mich habe beschlossen, einen anderen Weg einzuschlagen: Als Unternehmer mit langfristigem Fokus und kleinen Brötchen.

KMU’s die eine Nachfolgeregelung suchen haben oft siebenstellige Umsätze, bestehende Kunden und ein etabliertes Produkt. Bringt man dort Innovation, Digitalisierung und frisches Marketing mit rein, ist die Übersetzungskraft ein vielfaches höher. Zudem sind die Kaufpreise auf einem Niveau das angemessen ist (maximal bereinigter EBIT x 4 + Substanzwert) und jenseits der absurden Startup-Bewertungen. ABER – die Verkäufer erwarten für Ihre Babies die sie oftmals ein ganzes Leben lang aufgebaut haben ein bedingungsloses Engagement, Erhaltung der Arbeitsplätze und Nachhaltigkeit.  …das sind alles Aspekte die einen Startup-CEO nicht interessieren (dürfen). 

 

KMU Beteiligungen / Übernahmen:

2015: Betontech AG (Asset Deal)

2016: Timberline Gmbh (Beteiligung/Übernahme)

2017: Betonmanufaktur der Creabeton Matériaux AG mit Produkten von Atelier oi (Asset Deal)

2018: …